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„Perspektiven öffnen heißt: Menschen stark machen“

„Perspektiven öffnen heißt: Menschen stark machen“

Michael Beier ist begeistert vom Interesse der Mädchen und Jungen an den Safe-Girl-Produkten.


Ein Gespräch mit Michael Beier vom gemeinnützigen HEF Fund über die Due Diligence Reise in Uganda, wo er mit einem Team der Gejja Women Foundation zwei Schulen besuchte – und was ihn dort nachhaltig beeindruckt hat. 

Herr Beier, Sie waren vor Ort in Uganda. Was hat Sie am meisten bewegt?

Die Energie der Frauen. Ihr Stolz. Ihr Wille, etwas zu verändern. Das war greifbar. Und ehrlich gesagt: Das ist genau das, was Entwicklungszusammenarbeit ausmachen sollte – Menschen vor Ort zu stärken, Wissen und eigenes Engagement zu vermitteln – und insbesondere Mädchen und jungen Frauen Selbstvertrauen zu geben und so Perspektiven zu öffnen.

Was genau macht das Projekt der Gejja Women Foundation so besonders?

Es bricht ein riesiges Tabu: die Menstruation. In vielen Regionen Afrikas gilt sie noch als „Krankheit“. Und da machte auch ein Schuldirektor keine Ausnahme. Mädchen fehlen im Unterricht, weil sie sich schämen. 20 Prozent verlassen die Schule, brechen ihre Ausbildung ab – wegen der Menstruation und der fehlenden Hygiene, wegen des Verlustes von Unterrichtsinhalten durch ihre Abwesenheit. Dies ist ein gesellschaftliches Problem, insbesondere im ländlichen Raum. Das Team vor Ort bringt Aufklärung und Selbstvertrauen – einfühlsam, praktisch, mutig. Und sie beziehen die Jungs ein. Das verändert ganze Gemeinschaften. 

Wie reagieren die Schülerinnen und Schüler?

Mit Neugier und Respekt. Die Jungen hörten zu, machten mit, nähten sogar Binden – für ihre Mütter oder Schwestern. Ohne dumme Sprüche. Das zeigt: Wenn man die Themen richtig vermittelt, passiert auch was – in den Köpfen, in der Haltung, im Respekt zueinander. 

Wie nachhaltig ist die Wirkung?

Sehr. Weil die Gejja-Mitarbeiterinnen wie Faith und Marjo aus eigener Erfahrung sprechen. Und weil das Team dranbleibt – auch ohne große Mittel. Für uns als Förderer war klar: Das Projekt wirkt. Und es lebt.

Gab es auch kritische Punkte?

Ja. Die Inhalte müssen noch stärker altersgerecht vermittelt werden – weniger Frontalunterricht, mehr Storytelling, mehr eigenes Erleben erzählen. Aber genau dafür sind solche Besuche wichtig. Um besser zu verstehen, wie Bildung und Aufklärung, wie Mut machen vor Ort wirkt. 

Was nehmen Sie mit zurück nach Deutschland?

Verantwortung. Und Begeisterung. Es war genau richtig, hinzufliegen. Entwicklungshilfe lebt vom Vertrauen. Und das entsteht, wenn man hinschaut – und zuhört.

Wie geht es weiter mit der Förderung?

Die gemeinnützige Unternehmergesellschaft HEF Fund unterstützt das Projekt mit rund 10.000 Euro, dies sind vor allem Fördermittel der Bingo Umweltstiftung Niedersachsen. Ich bin überzeugt: Da ist noch mehr möglich, ja notwendig, um dem Engagement des Teams von Gejja Woman Foundation eine sichere Zukunft zu geben. Wenn eine Initiative so viel Wirkung unmittelbar vor Ort zeigt, lohnt sich jeder Cent. 

SCHON GEWUSST?

Die HEF Fund ist eine gemeinnützige Unternehmergesellschaft mit den Zwecken Bildung und Erziehung, Wissenschaft und Forschung, Entwicklungshilfe und Entwicklungszusammenarbeit, Kunst und Kultur, Natürlicher Klimaschutz und Umweltschutz, Naturschutz und Artenschutz. Sie hat ihren Sitz in Hildesheim und ihr Büro in Berlin. 

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