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Der Gejja-Charity-Cup 2024: Für alle ein Gewinn

An Wettbewerben mangelt es im Golfclub Haus Bey in Nettetal übers Jahr ganz bestimmt nicht. Doch der zweite Sonntag im Juni gehörte einem besonderen Turnier: dem Gejja Charity Cup, der 2023 ins Leben gerufen wurde.

In diesem Jahr lockte der Wettbewerb erneut golfbegeisterte und solche, die es werden wollen, auf den Kurs. Bei strahlendem Sonnenschein gingen 50 Golfer an den Start. Die Zweier-Teams erwartete bei ihrem Spiel nicht nur eine Menge sportlicher Spaß, sondern an Loch 9 auch viele Informationen über das Gejja-Projekt in Uganda.

Ein weiterer Programmpunkt begeisterte elf Männer und Frauen, die als Besucher in den Club gekommen waren: Bei einem Schnupperkurs konnten sie zum ersten Mal erleben, wie viel Spaß das Golfen machen kann. Mit dabei: Faith Nakayemba. Die junge Frau hat die Gejja Women Foundation mitbegründet und engagiert sich seither sehr rührig für die Ziele des Projekts: Die Initiative will Frauen in ländliches Gebieten durch Bildung die Chance auf ein selbstbestimmtes, wirtschaftlich unabhängiges Leben geben, was derzeit in Uganda die Ausnahme ist.

Deshalb freute sich Faith auch über den Erlös von 5.844 Euro, die beim Turnier auf dem Golfplatz Haus Bey zusammenkamen. „Wir werden das Geld voraussichtlich für weitere Trainings in mindestens drei Schulen einsetzen. Damit können wir rund 3.000 Mädchen und Jungen aufklären und sie über die Bedeutung der Menstruation informieren“, sagt Faith überglücklich.

Aber nicht nur Faith und das Projekt im fernen Afrika gehörten zu den Gewinnern des Turniers. Sieger wurden das Team Sebastian Duve und François Marboeuf. Der Wanderpokal des Gejja-Charity-Cups ging an Moritz Petri und Daniel Krätz. Den Sonderpreis erhielt Nicolai Jesko Grosse-Brüning.

Und auch die Teams der Jugendabteilung zeigten ihr Können: Felix Harsch und Nils Martinsons, Maximilian Duve und Alessio Sanzone, Dennis und Timo Böhm gingen ebenfalls als Sieger vom Platz.

„Ich bin sehr glücklich über die guten Leistungen aller Gewinner, vor allem aber unserer Jugend“, sagt Isabel Otto-Duck. Und mehr noch: Die Geschäftsführer des Golfclubs freut sich jetzt schon auf den dritten Gejja-Charity-Cup im nächsten Jahr.

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Dafür müssen sie bluten

Der 28. Mai ist für viele Organisationen und Initiativen jedes Jahr ein besonderes Datum. Seit 1962 wird an diesem Tag der Amnesty International Day gefeiert, seit 1987 der Internationale Aktionstag für Frauen und seit 2011 der World Hunger Day. 2013 rief die zwei Jahre zuvor gegründete gemeinnützige Organisation WASH united in Berlin den Menstrual Hygiene Day (MHD) ins Leben. Seitdem mahnt der 28. Mai jedes Jahr, dass Scham und Vorurteile beim Thema Menstruation überwunden werden müssen.

2024 stand der MHD unter dem Motto #PeriodFriendlyWorld. In dieser Welt hat jede Frau Zugang zu sicheren Menstruationsprodukten, Aufklärung und sauberen Toiletten. Doch die Realität sieht anders aus. Periodenarmut, also der Verzicht auf Binden oder Tampons, ist weltweit ein großes Problem. Schätzungsweise haben 500 Millionen Menstruierende keinen Zugang zu Hygieneprodukten, weil sie arm sind und sich keine Binden oder Tampons leisten können.

Stattdessen greifen Mädchen und Frauen in Uganda auf Lumpen, Gras oder Bananenblätter zurück. Trotzdem sickert das Blut durch – für die Menstruierenden eine unsägliche Scham. Oft verlassen die Mädchen deshalb die Schule. In Uganda sind es schätzungsweise 25 Prozent. Ohne Schulbildung haben sie kaum eine Chance, den Kreislauf der Armut zu durchbrechen; frühe Eheschließungen und Mutterschaft sind oft die Folge.

Umso wichtiger ist deshalb die Arbeit von NGO wie der Gejja Women Foundation.

„Die Menstruation muss endlich als das verstanden werden, was sie ist – ein natürlicher Prozess und essentiell für die Fortpflanzung“, sagt Catharine Nakayemba. Für die Gejja-Mitbegründerin stehen deshalb Aufklärung und der Zugang zu erschwinglichen Hygieneprodukten im Fokus ihrer Arbeit. Aktuelle Zahlen sprechen für sich: Die Aufklärungskampagnen erreichten mittlerweile rund 100.000 Menschen; 2023 wurden über 50.000 Safe-Girl-Hygiene-Sets produziert und rund 2.000 Männer und Frauen lernten, wie man Monatsbinden herstellt. Damit kommt das Gejja-Team seinem großen Ziel Tag für Tag ein bisschen näher. Catharine Nakayemba: „Wir wollen mit dem Safe-Girl-Projekt dazu beitragen, dass keine Frau wegen ihrer Periode ausgegrenzt oder unterdrückt wird.“ 

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Warum sich jeder Euro in die Förderung lohnt

Auch wenn die Zahl 19 für die meisten Menschen kaum von Bedeutung ist, für Evelyn Nalubowa ist sie etwas ganz Großes: Sie ist ein sichtbares Zeichen dafür, dass sie ihre Schulzeit an der St. Bruno High School glänzend beendet hat. Als Einzige erreichte sie 19 Punkte. Ein bemerkenswertes Ergebnis, welches ihr Abschlusszeugnis, das Uganda Advanced Certificate of Education, zusätzlich aufwertet.

Nun will sie das nächste Kapitel ihres Lebens aufschlagen: ein Studium an der juristischen Fakultät der Makere Universität, der ersten Universität Ugandas in der Hauptstadt Kampala. Die Bewerbung läuft. Ob sie angenommen wird, darüber muss sich Eve, wie sie kurz und liebevoll genannt wird, mit dieser Note vermutlich keine Gedanken machen. 

Dass es die 21-Jährige so weit geschafft hat, ist neben ihrer Klugheit, vor allem ihrem starken Willen zu verdanken. Denn: Erfolg wurde ihr nicht in die Wiege gelegt. Sie war noch ein Kind, als der Vater ihre Mutter und die drei Geschwister verließ. Fortan musste sie im Haushalt helfen und auch für Geld sorgen, damit die Familie überleben konnte. Zeit für die Schule blieb kaum. Aber Eve nutzte jede freie Minute, um zu lernen und zu malen. „Als ich die vielen Zeichnungen in ihrem Zimmer entdeckte, wusste ich, das Mädchen hat Talent“, sagt Marjorie Angella Atuhurra. Die Gründerin der Gejja Women Foundation sorgte deshalb dafür, dass Eve durch das Bildungsprogramm der Stiftung finanziell unterstützt wird. 990 Euro im Jahr deckten die Kosten für das Internat inklusive Schulgeld, Unterkunft und Verpflegung ab. So konnte sich Eve voll auf die Schule konzentrieren.

Das war 2017. Eve war damals 14 und träumte von einer Karriere als Künstlerin, die mit ihren Werken Menschen Freude machen wollte. Heute, sieben Jahre später, ist Malen noch immer ihre große Leidenschaft, aber ihr Berufswunsch hat sich völlig gedreht: Sie will Jura studieren und Anwältin werden. Über diese Entscheidung freut sich auch Marjorie und sieht Eve jetzt schon als streitbare Feministin. „Wir hoffen sehr, dass sie sich als Anwältin vor allem für die Belange von Frauen einsetzen wird.”

Vorbilder für solche Aufgaben hat Eve genug. An der Makere Universität haben viele Frauen studiert, die sich später einen Namen in Politik, Wissenschaft und Gesellschaft gemacht haben. Rebecca Kadaga zum Beispiel. Sie ist die erste Frau, die in der Geschichte des Parlaments von Uganda, zur Parlamentspräsidentin gewählt wurde. Oder Stella Nyanzi. Die 50-jährige Genderforscherin und Feministin wurde im April 2017 verhaftet, weil sie den ugandischen Regierungschef Yoweri Museveni und dessen Frau Janet, die Bildungsministerin des Landes, in einem Streit um Monatshygiene-Produkte für Mädchen beleidigt hatte. Im Februar 2020 kam Nyanzi frei. Seit Januar 2022 lebt sie im Exil in Deutschland.

Auch für Marjorie sind Frauen wie Kadaga und Nyanzi hervorragende Beispiele dafür, dass Bildung die einzige Möglichkeit ist, um die Stellung von Frauen und Mädchen in der Gesellschaft zu stärken: „Wenn Mädchen gebildet sind, können sie sich entfalten, Barrieren überwinden und zu Führungspersönlichkeiten heranwachsen.” 

Evelyn Nalubowa hat diese Chance mit Hilfe der Gejja Women Foundation ergriffen. Und sie soll nicht die Einzige bleiben. Marjorie Angella Atuhurra: „Unser Bildungsprogramm wird auch in Zukunft, mutigen, klugen und entschlossenen Mädchen, die Möglichkeit für einen guten Schulabschluss bieten.”


 

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Mit Gejja zum Ziel: Frauen auf Erfolgskurs

Was brauchen Frauen, um ihr volles Potenzial im persönlichen und geschäftlichen Bereich zu entfalten? Die richtigen Werkzeuge und kompetente Unterstützung. Genau die bekommen sie in einem sechswöchigen Förderangebot – dem Gejja Acceleration Program.

Im Frühjahr 2023 gestartet, läuft inzwischen die dritte Kohorte dieses Programms. Derzeit nehmen elf Frauen an diesem außergewöhnlichen Angebot teil. Dabei geht es auch um die persönliche Entwicklung – etwa durch das Verlassen der eigenen Komfortzone, die Verbesserung der Kommunikationsfähigkeiten und das Setzen von Zielen. Daneben vermitteln Workshops das notwendige das Wissen für den Aufbau und das Wachstum ihrer Kleinunternehmen. Themen sind unter anderem: die Entwicklung neuer Ideen, deren Planung und Umsetzung.

Mit dabei ist auch Augustine Semuddu (Foto). Er will seine Frau dabei unterstützen, sich ihren großen Traum zu erfüllen: Mit gutem Kaffee gutes Geld verdienen. Dank der Fähigkeiten, die beide während der Schulungen erwerben, sind sie nun dabei, ihr Geschäft zu strukturieren und ihre Ideen umzusetzen. Doch Augustine will mit seiner Teilnahme nicht nur seine Frau unterstützen, er will auch Vorbild für andere Männer sein. „Die können hier nämlich auch noch eine Menge lernen.“

Frister Namaganda (Foto), ein junges Mädchen aus einer ländlichen Gegend von Bulyasi Mpigi, gründete ihr eigenes kleines Unternehmen für selbstgemachte Flüssigseife. Nach der Teilnahme am Programm stiegen ihre Umsätze signifikant.

Und eine Gruppe von alleinstehenden Müttern baute einen kleinen Geflügelzuchtbetrieb auf. Heute erwirtschaftet ihr Betrieb nicht nur ein Einkommen, sondern wird auch von anderen Frauen in der Gemeinde als beispielhaft angesehen. Auf dem Foto zu sehen sind drei der Gründerinnen (von links): Madina Nanyombi, Mary Kayonza und Suzan Najjuko.

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Stolz und Glück im Flüchtlingscamp

2023 startete eine der bislang größten Schulungsprogramme der Gejja Women Foundation: Zusammen mit der Hilfsorganisation Malteser International zeigte ein Team aus Mpigi im Januar und Mai Männer und Frauen aus dem Rhino Camp in Norduganda, wie sie Safe-Girl-Binden herstellen können.  

Knapp ein Jahr nach ihrem ersten Besuch ist das Safe-Girl-Team Ende Januar 2024 wieder im Rhino Camp. Hier leben mehr als 120.000 Flüchtlinge. Die meisten stammen aus dem Südsudan. Wie im vergangenen Jahr hatte auch diesmal wieder Malteser International dem Gejja-Team den Auftrag erteilt.  Das gemeinsame Ziel: die Produktion von 5.000 Hygiene-Sets. Zu einem Safe-Girl-Set gehören zwei wiederverwertbare Binden, eine Unterhose und Seife.

40 Flüchtlinge, darunter auch zahlreiche Männer, konnte das Gejja-Team mit dieser wichtigen Aufgabe betrauen. „Wir sind sehr glücklich, über das große Engagement dieser Männer und Frauen“, sagt die Gründerin der Gejja Women Foundation, Marjorie Angella Atuhurra. Sie weiß: Ein Mangel an Hygieneprodukten kann Mädchen in Flüchtlingslagern davon abhalten, in die Schule zu gehen. Ohne Bildung bleibt diesen Teenagern meist keine Chance auf ein selbstbestimmtes Leben. Marjorie bringt es kurz und knapp auf den Punkt: „Man mag es kaum glauben, aber mit der Bereitstellung wiederverwendbarer Binden lässt sich der Kreislauf der Armut durchbrechen. Denn Bildung ist die Basis für ein gutes Leben“

Doch die Produktion wiederverwertbarer Binden geht für Marjorie und ihr Team allerdings weit über die Befriedigung eines Grundbedürfnisses hinaus. „Es geht um Fragen der Würde, der Gesundheit, der Bildung, der wirtschaftlichen Befähigung und der ökologischen Nachhaltigkeit.“ Es handele sich um einen ganzheitlichen Ansatz zur Unterstützung des Wohlergehens und der Rechte von Frauen und Mädchen in schwierigen Situationen.

Dass sie dazu beigetragen können, die Würde von Frauen und Mädchen zu stärken, erfüllt die beteiligten Projekt-Mitarbeiter mit Stolz und großem Glück – und davon gibt es in einem Flüchtlingscamp vermutlich nicht sehr viel.

Wer mehr über das Projekt im Rhino Camp erfahren will, findet unter den aufgeführten Links noch eine Menge Informationen und Emotionen. Die Videos zeigen eindringlich, wie wichtig die Unterstützung der Gejja Women Foundation vor Ort ist.

https://www.instagram.com/p/C2y-4OZIbvC/

https://www.instagram.com/p/C21o4d0Lhd5/

https://www.instagram.com/p/C3HvbyGMAW2/

https://www.instagram.com/p/C3h5HHUoqs6/

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Raubüberfall am frühen Morgen

Sie kamen, als die Menschen noch schliefen und schnappten sich alles, was wertvoll war: Telefone, Computer, Bargeld und große Mengen an Haushaltsmaterialien. „Sie haben uns vieles genommen, was wir dringend für die Unterstützung der Frauen vor Ort und in den angrenzenden Dörfern brauchen“, sagt Marjorie Angella Atuhurra, nachdem der Raub am Dienstag, 06. Februar 2024 entdeckt worden war. Die Gründerin der Gejja Women Foundation und ihr Team sind erschüttert über den schweren Diebstahl, weil sie nun in ihrer Arbeit stark behindert sind. Hinzu kommt die Sorge um die Sicherheit ihres Teams, der freiwilligen Helfer und der von der Gejja Women Foundation betreuten Menschen.

Große Hoffnung setzt das Team auf die Arbeit der Strafverfolgungsbehörden. „Wir arbeiten eng mit der Polizei zusammen, um den Raub aufzuklären“, sagt Marjorie. Sie hofft auch auf Hinweise aus der Bevölkerung, die sie eindringlich bittet, an der Aufklärung teilzunehmen.

Obwohl die Diebe alles Wertvolle geraubt haben, eines konnten sie dem Team nicht nehmen: Den unbedingten Willen, Frauen in der Gemeinschaft zu unterstützen und zu befähigen, ihr Leben lebenswert zu machen – so wie es in der Mission der Gejja Women Foundation niedergeschrieben ist.

Doch mit Willen allein, kommen die gestohlenen Gegenstände nicht wieder. Und vor allem nicht sofort. Doch das sollten sie, damit das Team in Mgipi schnell wieder seine wertvolle Arbeit aufnehmen kann. Deshalb eine große Bitte an die Leser: Helfen Sie den Frauen und Mädchen mit Ihrer Spende. Jeder Euro zählt.

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DFCU-Workshop in Nairobi: Lernen, Kontakte knüpfen, Freude erleben

Raynard Ndagire Gorret ist eine Wiederholungstäterin. Und das aus ganzem Herzen. Wo immer sich die Gelegenheit ergibt, informiert die Gejja-Co-Founderin über ihr Herzensprojekt: die Safe-Girl-Initiative. Mit ihrem Fachwissen über Menstruation, Sexualität und Produktion von wiederverwertbaren Hygienebinden konnte sie auch die DFCU Bank überzeugen, die im vergangenen Jahr die 6. Staffel der Rising Woman Campaign initiierte.

Die Rising Woman Campaign läuft seit 2018. Ihr Ziel: Sie will ugandischen Gründerinnen und Kleinunternehmerinnen mit verbesserten Zugängen zu Informationen, Schulungen und finanziellen Lösungen helfen, ihre Organisationen erfolgreich weiterzuentwickeln.

An der jüngsten Staffel hatten sich 2023 hunderte Frauen beteiligt. 20 davon konnten ihre Vorschläge präsentieren. Die besten zehn wurden prämiert. Mit dabei: Raynard Ndagire Gorret, die das Safe-Girl-Projekt vorstellte. Der Lohn für ihre Präsentation: ein zweitägiges Mentoren- und Wirtschaftstraining in Nairobi. „Für mich war es bereits ein Privileg, unser Projekt vorzustellen. Umso mehr habe ich mich auf die Teilnahme an dem Workshop gefreut“, sagt Raynard.

Für die junge Frau waren die beiden Tage ein aufregendes Erlebnis, denn sie lernte namhafte kenianische Unternehmerinnen und Expertinnen kennen. Unter anderem mit dabei: Dr. Patricia Murugani, Gründerin und CEO von Breakthrough Leadership Transformation; Rina Hicks, Investment Banker und Professional Coach, und Sally Kahiu, Leiterin Unternehmenskommunikation und Marketing bei Kenya Association of Manufacturers.

Auch der Besuch von Unternehmen wie Vivo Active Wear, (Produzent für Damenbekleidung), Java House (eine der führenden Kaffeemarken in Afrika mit Filialen in 14 Städten des Kontinents) und Wedgehut Food Processing (Verarbeiter von Kartoffeln) gehörte zum Programm.

Die Themen, die in den Workshop behandelt wurden, stießen bei Raynard und ihren Mitstreiterinnen auf großes Interesse. „Wir erfuhren eine Menge über Kommunikation,  Nachhaltigkeit und über die Automatisierung von Geschäftsprozessen mit Hilfe von standardisierten Verfahren“, sagt Raynard. Sehr wichtig für sie waren auch die Informationen, wie man richtig delegiert: „Oft fühlen wir uns unentbehrlich. Das verursacht Stress bis hin zum Burnout. Wenn wir lernen, Aufgaben vertrauensvoll ans Team abzugeben, kann das den Druck mindern und eine gesündere Work-Life-Balance fördern.“

Am Ende erwartete die zehn Teilnehmerinnen des Workshops dann noch ein unliebsames Thema: Was können wir tun, wenn unsere Unternehmung scheitert? „Auch wenn ich das derzeit wirklich nicht erwarte, so war es doch eine wichtige Information, wie man mit unvorhergesehenen Umständen umgehen und Ausstiegspläne entwickeln kann“, sagt Raynard und betont: „Das ist ein proaktiver Schritt, um die Nachhaltigkeit und Stabilität von Unternehmungen langfristig zu gewährleisten.“

Neben dem dicht gepackten theoretischen Programm hatten die Frauen auch genügend Zeit, um Kontakte zu knüpfen. Raynard nutzte die Gelegenheit unter anderem für ein Gespräch mit einem Mitarbeiter von Vivo active wear. Das Unternehmen bezieht seine Stoffe aus einem Nachbarland. Das hatte Raynards Interesse geweckt: „Vielleicht können wir die Stoffe für die Produktion unserer wiederverwertbaren Binden dort beziehen. Wir werden auf alle Fälle Preise einholen.“

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Für mehr Wohlbefinden und bessere Leistungen

Die Gejja Women Foundation errichtet in Bulyasi ein Ausbildungszentrum. Mitte 2023 wurde das erste von drei Gebäuden fertig. Neben lang ersehnten sanitären Einrichtungen wie Duschen und Toiletten sind dort auch ein Schulungsraum und Unterkünfte für die Teilnehmerinnen und Teilnehmer des Gejja Acceleration Program untergebracht. 2024 sollen zwei weitere Gebäude entstehen, die unter anderem ein ganz besonderes Ziel verfolgen: Damit will die Gejja Women Foundation das Wohlbefinden ihrer Mitarbeiter erhöhen und somit die Produktivität in den Werkstätten und auf der Farm steigern.

Das Zuhause der Gejja Women Foundation ist Bulyasi, ein kleiner Ort mitten im Nirgendwo. Wer dorthin will, braucht entweder ein Motorrad – ein Boda Boda – oder er muss gut zu Fuß sein. Das Boda Boda war und ist vor allem auf dem Land das einzige erschwingliche Verkehrsmittel, denn Fahrten mit einem Taxi sind nicht nur für die Gejja-Beschäftigten viel zu teuer. Busse sind auch keine Option, weil sie unzuverlässig sind und oft täglich ihre Preise ändern.

Doch seit der Benzinpreis im Land steigt, können sich viele Menschen auch keine Fahrten mit dem Boda Boda mehr leisten. Wenn sie zu ihrem Arbeitsplatz wollen, müssen sie sich zu Fuß auf den Weg machen. Und dieser Weg ist oft sehr lang. „Viele Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter laufen dann bis zu 30 Kilometer, ehe sie in Bulyasi sind“, sagt Gejja-Co-Founderin Raynard Ndagire Gorret. Das bedeute, dass sie mitten in der Nacht aufstehen müssen, damit sie pünktlich um 7 Uhr ihre Arbeit aufnehmen können.

Solche Fußmärsche zehren an den Kräften. „Für die Arbeit in der Produktionswerkstatt für wiederverwertbare Binden und vor allem für die schweißtreibende Feldarbeit auf der Farm brauchen wir aber ausgeschlafene, kraftvolle Menschen,“ sagt Raynard.

Doch jetzt ist bald Schluss mit den Fußmärschen. Weil ihnen das Wohlergehen ihrer Beschäftigten am Herzen liegt, lassen die Organisatoren zwei Gebäude errichten, in denen auch Schlafplätze für die Frauen und Männer geplant sind, die in den Dörfern rund um Bulyasi leben.

Die Aushubarbeiten wurden im Januar abgeschlossen. Derzeit entstehen die Gebäude. Raynard: „Der Bau des ersten Blocks hat wesentlich dazu beigetragen, unsere Gemeinschaft zu fördern. Die Entscheidung, unser Ausbildungszentrum nun um zwei Blocks zu erweitern, beruht auf unserer Verantwortung gegenüber unserem Team.“ Schon allein die Vorstellung, wie sich dieser Fortschritt auf das Leben der Beschäftigten und damit verbunden auch auf die Gemeinden auswirkt, in denen sie leben, erfüllt Raynard mit großer Freude.  „Diese Veränderungen werden ein weiterer wichtiger Schritt für unsere Gemeinschaft sein.“

Und wenn man sich den Ort anschaut, an dem sich die Frauen früher trafen, sieht man deutlich, worüber sich Raynard freut: Die alte Hütte (Foto unten) war sehr klein und durch ihr Blätterdach drang Regen ein.

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Wieder einmal ausgezeichnet

Was für eine Anerkennung! Erneut wurde die Gejja Women Foundation für ihr Engagement ausgezeichnet. Diesmal im Rahmen der 6. Staffel der Rising Woman Campaign der DFCU Bank, einem führenden Bank- und Finanzdienstleistungsunternehmen mit Sitz in Uganda.

Konkret gewürdigt wurde die Arbeit des Gejja-Teams zur Verbesserung der Menstruationsgesundheit. Raynard Ndagire Gorret hatte die Projekte aus Mpigi im Rahmen des Wettbewerbs so überzeugend dargestellt, dass sie am Ende zu den zehn Finalistinnen gehörte. Als Anerkennung für ihre Präsentation erhielt sie neben einem Preis und einem Zertifikat das Angebot, im nächsten Jahr an einem Mentoren- und Wirtschaftstraining in Nairobi teilzunehmen, um die Gejja-Geschäfte weiterzuentwickeln.

Die Rising Woman Campaign ist seit 2018 am Start. Sie konzentriert sich darauf, ugandischen Geschäftsfrauen durch verbesserten Zugang zu Informationen, Schulungen und finanziellen Lösungen zur Gründung nachhaltiger Unternehmen zu helfen.

Die diesjährige Kampagne stand unter dem Motto „Empowering Entrepreneurs to Succeed“. Hunderte von Teilnehmerinnen aus dem ganzen Land hatten in den vergangenen Monaten ihre Geschäftsideen vorgestellt und auf eine Chance gehofft.

 „Diese Auszeichnung ist ganz großartig“, erklärte Raynard, „denn sie bestärkt uns in unserem Engagement für eine Verbesserung der Monatshygiene und öffnet neue Wege für die weitere Entwicklung der Gejja Women Foundation.“

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Hoher Besuch in Mpigi: Malteser-Chefetage beeindruckt von Gejja-Projekten

Es war ein ganz besonderer Termin für die Gejja Women Foundation: Eine hochrangige Delegation von Malteser International, angeführt von Generalsekretär Clemens Graf von Mirbach-Haff und Douglas Graf von Saurma-Jeltsch, Präsident von Malteser International Europa, wollte Anfang November vor Ort erleben, wie das Projekt in Mpigi wächst und gedeiht. Die katholische Hilfsorganisation ist seit langem ein starker Partner der Gejja Women Foundation.

Einer der Höhepunkte des Besuchs war ein Rundgang durch die Einrichtungen samt deren Projekten. Dabei konnte sich die Delegation aus erster Hand ein Bild von der wichtigen Arbeit machen, die durch die Unterstützung der Malteser möglich geworden ist. Zum Beispiel der Bau eines Verwaltungsblocks und eines Produktionsgebäudes für wiederverwertbare Binden.

Bei diesem Rundgang kam es immer wieder zu intensiven Gesprächen, es wurden Ideen ausgetauscht und zukünftige Projekte diskutiert. Die Malteser-Leitung war sichtlich beeindruckt von der Hingabe und Kreativität des Gejja-Teams. „Ihr Einsatz ist bemerkenswert“, so Clemens Graf von Mirbach-Harff.

Als die Delegation Mpigi wieder verließ, waren sich alle einig, dass der Besuch die engen Bande zwischen Maltesern und Gejja weiter gestärkt hat. „Wir sind sehr froh,“, erklärte die Gründerin der Gejja Women Foundation, Angella Marjorie, zum Abschluss. So habe man die Gelegenheit gehabt, die große Dankbarkeit gegenüber der Hilfsorganisation ausdrücken zu können. „Dieser Besuch ist für uns nicht nur ein Zeichen der Wertschätzung, sondern auch ein motivierender Ansporn für die Zukunft.“

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Spendengelder verdoppelt: große Pläne für 2024

2023? Ein ereignisreiches Jahr? Sicher, aber 2024 geht es mindestens ebenso weiter. Denn auf der Mitgliederversammlung des Gejja Deutschland e.V. konnte voller Stolz festgestellt werden: Das Spendenaufkommen hat sich innerhalb eines Jahres verdoppelt. Darüber ist vor allem Rebecca Trienekens-Domrös sehr glücklich. „Damit konnte in Uganda unter anderem ein neuer Sanitärblock mit Toiletten und Duschen, ein Mitarbeiterhaus und ein besonders nachhaltiges Weiterbildungszentrum gebaut werden“, freut sich die Vorsitzende des Vereins.

Mitgliederversammlung – das hieß diesmal aber auch wieder: intensiver Austausch aller Beteiligten über die Fortschritte in Uganda einschließlich einer umfangreichen Präsentation von Merle Franke-Biastoch. Die Mitbegründerin des Vereins verbrachte im Sommer vier Monate in Mpigi und erlebte vor Ort die Arbeit der Gejja Women Foundation. Besonderes Augenmerk richtet sich folglich auf die weitere Beschaffung von Spendengeldern, denn die Liste der geplanten Projekte ist lang.

Im vergangenen Jahr gingen Spenden durch die Stiftung ASD, die Neven-DuMont-Stiftung, die Fürsorge- und Bildungsstiftung, die Malteser International und den Rotary Club Viersen-Schwalm-Nette ein. Hinzu kamen Spenden anlässlich eines Geburtstages sowie durch einen Trauerfall.

Geplant sind außerdem der Verkauf von Glühwein am 8. Dezember zum Weihnachtskonzert in der Johanneskirche in Süchteln, Beginn 19 Uhr, sowie erneut ein Golfturnier. Der Termin steht auch schon fest: 9. Juni 2024.

Am Ende waren sich alle Mitglieder einig: 2024 wird ein großartiges Jahr für die Gejja Women Foundation – mit hoffentlich noch mehr Spendengeldern aus Deutschland.

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Ein Schmuckstück aus Flaschen

Geschafft! In nur vier Monaten hat das Gejja-Team in Uganda ein Haus entstehen lassen, das ebenso außergewöhnlich wie gelungen ist: die Bottle Hut. Wobei der Begriff „Hut“ (Hütte) eher tiefstapelt, denn tatsächlich handelt es sich um ein außerordentlich schmuckes Gebäude, das den Frauen in Mpigi als Lernort dient. Das Besondere daran: Es besteht nicht aus Ziegeln oder Beton, sondern aus insgesamt 38.000 Plastikflaschen.  Um sie als Baumaterial zu nutzen, wurde jede einzelne Flasche zuvor mit Sand und Lehm gefüllt. Per Hand und mit Hilfe eines Stockes wurde der Inhalt verdichtet, gestapelt und damit die Wände hochgezogen.

Bis zu 50 Frauen können jetzt hier zusammenkommen, um ihr Wissen zu teilen und ihre Erfahrungen in einer Atmosphäre der Solidarität und Motivation zu diskutieren. Denn daran hatte es bislang gefehlt. Dementsprechend begeistert zeigten sich die Beteiligten vom Ergebnis. Für Gejja-Mitgründerin Catherine Nakayemba ist es „ein wahr gewordener Traum“, ein „perfektes Beispiel für das Zusammenspiel von Engagement und Kreativität“.

Besonders wichtig war der Gejja-Foundation auch der ökologische Aspekt des Projekts. Denn zum einen wurde die Umwelt von 38.000 Plastikflaschen befreit, zum anderen entfiel aber auch das Brennen von klassischen Lehmziegeln. Denn dafür werden ansonsten wahllos Hölzer verbrannt – ein massives Umweltproblem. „Jede beim Bau verwendete Flasche ist ein Schritt in Richtung Nachhaltigkeit und ein starkes Symbol für unser Engagement für eine grünere Zukunft“, sagt Nakota Ritah, die maßgeblich am Bau beteiligt war.

Finanziert wurde das Haus ausschließlich durch Spendengelder. Vor Ort geleitet wurde die Baumaßnahme von entsprechenden Fachleuten, die dabei tatkräftig von den Frauen unterstützt wurden, für die das Haus nunmehr ein Ort des Lernens und des Austauschs ist.

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Ein Truck, 70 Kits und ein Umdenken

Ungewöhnliches Ereignis in fünf Dörfern auf dem Land: Ein großer Truck, geschmückt mit Bannern und beladen mit „Safe Girl Kits“, rollte durch die Straßen. Ziel der Aktion: das Stigma der Menstruation zu brechen und ein neues Bewusstsein für Frauenhygiene und -gesundheit zu schaffen.

Die „SafeGirl Sales Drive“-Kampagne, die sich über sechs Stunden erstreckte, ging weit über den einfachen Verkauf der Kits hinaus. „Wir wollten einen Dialog anstoßen, besonders unter den Männern“, erklärte Marjorie Angella Atuhurra. Und dieser Dialog hat tatsächlich stattgefunden – sogar in einer unerwarteten Gruppe: den Bodaboda-Fahrern, den Motorradfahrern, die überwiegend männlich sind und oft das Transport-Rückgrat der ländlichen Gebiete bilden.

Die Reaktion der Bodaboda-Fahrer war ein Indikator für den Erfolg der Kampagne. Viele von ihnen zeigten sich aufgeschlossen und boten sogar an, die Botschaft weiter zu tragen. Sticker mit dem Safe Girl Logo zieren nun die Motorräder; einige Fahrer tragen sogar Safe Girl Reflektoren während ihrer Arbeitszeit.

„Es ist immens wichtig, die Männer einzubeziehen“, betonte Marjorie. „Sie können Teil der Lösung sein, aber auch Teil des Problems, wenn es um das Stigma der Menstruation geht. Indem wir sie sensibilisieren, ändern wir die Wahrnehmung der gesamten Gemeinschaft.“

Mit 70 verkauften Safe Girl Kits in nur sechs Stunden ist die Kampagne ein voller Erfolg und ein mutiges Zeichen gegen die Tabuisierung der Menstruation.

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Landwirtschaft und Leidenschaft: Lena in Uganda

Lena Möring ist nicht die Sorte junger Frau, die sich mit Oberflächlichkeiten zufriedengibt. Die 23-jährige Agrarwissenschaftsstudentin hat ihre Heimat im idyllischen Dorf Lorup an der deutsch-niederländischen Grenze hinter sich gelassen, um die Welt zu verändern – oder zumindest ein winziges Stück davon. In Uganda ergriff sie die Gelegenheit, eine neue Perspektive auf ihre Studien und ihre Leidenschaft für kulturelle Vielfalt und internationale Zusammenarbeit zu gewinnen.

Lena könnte in ihrem vierten Semester an der Universität Osnabrück an den Wochenenden durch die Gassen ziehen, mit Freunden plaudern und ihren Hobbys nachgehen. Aber sie hat sich für einen anderen Weg entschieden: den des Engagements und der Empathie. In Uganda ist sie als Freiwillige auf einer Farm tätig und setzt sich für das International Youth Farm Exchange Program (IYFEP) ein. „Das IYFEP ist ein landwirtschaftliches Austauschprogramm mit Uganda der Schorlemer Stiftung“ sagt Lena Möring.

Der Übergang von der theoretischen Lehre zur harten, aber erfüllenden Arbeit auf der Farm war ein Übergang, der Lena das Herz öffnete. „Als Praktikantin des IYFEP bin ich hauptsächlich für die Model Farm vor Ort tätig. In dieser Aufgabe liegt auch mein Schwerpunkt als Landwirtschaftsstudentin.

Die Arbeit auf der Farm ist sehr vielfältig und abwechslungsreich. Nahezu alles wird per Hand gemacht. Die Feldarbeit ist deshalb sehr anstrengend und so ganz anderes als in Deutschland. Besonders gern arbeitet Lena mit den Hühnern. „Das alles macht mir viel Spaß. Die Tage fliegen nur so dahin, sodass kaum Zeit bleibt um an zuhause zu denken“, berichtet sie.

Doch es sind die Momente, in denen sie realisiert, welche Auswirkungen ihre Arbeit und Anwesenheit haben, die Lena am meisten bewegen. Besonders prägend war der Schulbesuch der Kinder, die durch das Gejja-Projekt unterstützt werden. „Es ist ein Privileg für die Kinder, zur Schule gehen zu können. Zu sehen, dass diese Kinder nun durch die Arbeit des Gejja-Teams eine noch bessere Zukunft haben, war für mich sehr bewegend“, reflektiert Lena.

Auch als Teil des Safe-Girl-Teams, das Perioden-Kits in Mpigi herstellt und verkauft, sieht sie die Relevanz ihrer Arbeit: „Es war beeindruckend, Frauen, Mädchen und auch Männern von diesem Projekt zu erzählen und etwas gegen die Stigmatisierung des Themas Periode zu tun“, sagt Lena.

Was hat sie also dazu bewogen, sich dieser Herausforderung zu stellen? „Ich möchte das Potenzial für eine Zusammenarbeit zwischen Deutschland und Uganda ausloten“, erklärt Lena. Ihre Interessen – Agrarpolitik, erneuerbare Energien, nachhaltige Landwirtschaft – sind eng verflochten mit ihrer aktuellen Mission. Durch ihr Engagement will sie die Beziehung zwischen beiden Ländern fördern und gleichzeitig neue Einsichten und Kontakte gewinnen.

Ungewissheit, Angst und Fremdheit – all dies waren Gefühle, die Lena in den ersten Momenten in Uganda spürte. Doch die Herzlichkeit und Hilfsbereitschaft der Menschen vor Ort haben jede Unsicherheit überwunden. „Alle sorgen sich dafür, dass du dich wohlfühlst“, sagt sie.

Lena Möring ist ein Beispiel für die transformative Kraft des Engagements. Sie glaubt, dass ihre Zeit in Uganda sie sowohl persönlich als auch akademisch wachsen lässt. Mit einer Energie, die ansteckt, ist sie fest entschlossen, ihre nächsten drei Monate in Uganda dazu zu nutzen, weitere wertvolle Erfahrungen und Erinnerungen zu sammeln. Und eines ist sicher: Ihr Abenteuer ist noch lange nicht zu Ende.

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Gelebte Inklusion

Wenn montags um 10 Uhr im Schulungsraum von Mpigi der Unterricht beginnt, freuen sich vor allem Agnes Nabagala und Florence Nanyondo. Die beiden jungen Mitarbeiterinnen aus dem Safe-Girl-Produktionsteam sind nämlich der Grund, warum sich das Gejja-Team einmal pro Woche für zwei Stunden an diesem Ort trifft: Agnes und Florence sind gehörlos. Sie kommunizieren in der ugandischen Gebärdensprache Luganda.

Um einen Weg zur gemeinsamen Kommunikation zu finden, lernen jetzt alle Gejja Mitglieder die ugandische Gebärdensprache „Das ist gelebte Inklusion“, sagt Merle Franke-Biastoch. Die Mitbegründerin des Gejja e.V. unterstützt derzeit für drei Monate das Team in Mpigi und lernt dabei ebenfalls eifrig die Gebärdensprache.

Lehrerin Babra Nakaggwa freut sich über das große Interesse ihrer erwachsenen Schülerinnen und Schüler. Sie hat drei Jahre lang an der Kyambogo Universität studiert und unterrichtet nun seit mehreren Jahren gehörlose Kinder. Ihren Beruf sieht sie als Berufung:

„Ich arbeite leidenschaftlich gerne mit gehörlosen Menschen. Es ist schön zu sehen, wie gemeinsame Wege der Kommunikation geschaffen werden. Ich möchte einfach, dass alle – so wie sie sind – akzeptiert werden.“

Dass dies meist nicht der Fall ist, macht sie betroffen. „Viele Kinder werden sogar von den Eltern diskriminiert. Das setzt sich dann in Schule und später am Arbeitsplatz fort.“ Babras Ausweg: Sie informiert im Auftrag ihres Arbeitgebers, der Organisation „Persons with Disabilities Union”, Familien über die Behinderung ihrer Kinder und zeigt Wege auf, wie die Jungen und Mädchen optimal gefördert werden können.

Die Gejja-Mitarbeiterinnen und -Mitarbeiter beschäftigen sich mit dem Thema Gehörlosigkeit allerdings nicht nur aus eigenem Interesse: Im Rahmen ihrer Aufklärungsarbeit informierte das Safe-Girl-Team jüngst auch in der Ntinda School in Kampala gehörlose Jungen und Mädchen über das Thema Menstruation. Und mehr noch. Florence Nanyondo: „Wir haben den Jugendlichen auch gezeigt, wie man wiederverwendbare Monatsbinden herstellt. Nun wissen die Mädchen, wie sie während der Menstruation gesund bleiben.“

Wer mehr über diesen besonderen Tag in der Ntinda School, der ersten Schule für Gehörlose in Uganda, wissen will: Auf Youtube gibt’s dazu ein Video in englischer Sprache.

Hier geht es zum Youtube-Video

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Weiterbildung in Sachen Unternehmertum

„Sind Sie eine Unternehmerin? „Möchten Sie Zugang zu Finanzierungen erhalten und Ihr Netzwerk aufbauen? Können Sie jede Woche fünf Stunden für die Teilnahme an einem Weiterbildungsprogramm aufwenden? Sprechen Sie fließend Englisch? Solche Fragen standen im Fokus einer Ausschreibung der U.S. Mission Uganda für ein ganz besonderes Programm: dem Uganda Chapter der Academy For Women Entrepreneurs (AWE). Catharine Nakayemba, Mitbegründerin der Safe Girl Initiative, konnte diese und andere Fragen sofort mit Ja beantworten und sich so die Teilnahme an dieser außergewöhnlichen Fortbildung sichern.

AWE ist ein kostenloses Unternehmerprogramm, das vom US-Außenministerium finanziert wird. Ziel der Akademie: Sie will Frauen in Uganda zu erfolgreichen Unternehmerinnen machen. „Das Programm wird uns dazu mit den notwendigen Fähigkeiten ausstatten. Es wird uns Zugang zu Ressourcen schaffen sowie Vernetzungsmöglichkeiten und Mentoring bieten“, sagt Catharine Nakayemba.

Stolz und voller Vorfreude reiste sie am letzten Freitag im Juli in die Hauptstadt Kampala. Dort trafen sich die 100 Programm-Teilnehmerinnen zum ersten Mal persönlich im American Center. „Der Start der Academy for Women Entrepreneurs war wirklich großartig”, erinnert sich Catharine.

Das Programm dauert insgesamt sechs Monate. Einmal im Monat treffen sich die Teilnehmerinnen in Kampala, ansonsten lernen sie online. Wer das Programm erfolgreich abschließt, wird Alumni-Mitglied und kann je nach Geschäftsbedarf Finanzmittel in Höhe von 10.000 US-Dollar bis 250.000 US-Dollar beantragen. „Die Teilnahme am Alumni-Programm offeriert mir viele weitere Möglichkeiten, auf die ich mich freue. Das wird unsere Safe-Girl-Initiative und mich persönlich weiterbringen.“

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Alles im Plan

Wenn die Frauen in Mpigi ein Projekt planen, dann ziehen sie dessen Umsetzung auch konsequent durch. Ein sichtbares Beispiel dafür ist das neue Frauenhaus „bottle hut“ – ein Gebäude aus rund 38.000 Plastikflaschen. Anfang Juni wurden die ersten Behälter gesammelt und mit Lehm gefüllt; knappe sechs Wochen sind bereits Fenster und Türen eingebaut.

Nakota Ritah freut sich: „Wir sind voll im Plan und werden unser Haus zum angepeilten Zeitpunkt im September beziehen können.“


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200 Hühner im neuen Zuhause

Es nennt sich „model farm“, und tatsächlich ist es ein Modell dafür, wie sich durch Wissen und Machen eine Menge bewegen lässt. Jüngstes Beispiel: das Chicken Project. 200 Hühner haben bereits Besitz von ihrem neuen Stall ergriffen, der im Juni für sie fertiggestellt wurde. Hier werden sie großgezogen, um den beteiligten Frauen der Gejja Women Foundation Einkommen zu sichern und eine Perspektive zu bieten. Verkauft werden hier sowohl die Hühner als auch die Eier – und zwar, wie sich jetzt schon zeigt, mit beträchtlichem Erfolg.

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Ein langer Lauf für junge Mädchen

3.423 m hoch ist der Gipfel des erloschenen Vulkans Sabinyo im ostafrikanischen Virunga-Gebirge. Wer dorthin will, braucht eine gute Kondition, denn der Aufstieg ist beschwerlich. „Wir mussten teilweise klettern“, sagt Catharine Nakayemba. Doch als die Mitbegründerin und vier weitere Mitglieder der Safe Girl Initiative nach zehn Stunden den Gipfel erreichten, war alle Mühe vergessen.  

Der Aufstieg zum Sabinyo gehörte zum „Hike for Girls”. Diese Wanderungen wurden 2017 von der Nichtregierungsorganisation „Raising Teenagers Uganda“ (RTU) ins Leben gerufen und findet seither jährlich statt. Gegründet wurde die RTU 2014 mit dem Ziel, Frauen zu stärken und insbesondere Teenager zu befähigen, durch eine abgeschlossene Ausbildung ihr volles Potenzial zu entfalten. „Das ist von entscheidender Bedeutung im Kampf gegen das Menstruationsstigma sowie Kinderehen und somit ganz im Sinne unserer Safe Girl Initiative“, sagt Catharine Nakayemba.

Und so machte sich das Team der Gejja Women Foundation am 9. Juli 2023 auf den Weg. Mit dabei: 35 weitere Teilnehmer verschiedener Organisationen, die sich ebenfalls um das Wohlergehen der jungen Frauen in Uganda kümmern. Während der Wanderung hatten sie die Möglichkeit, untereinander Kontakte zu knüpfen und sich so in ihrer Arbeit gegenseitig zu unterstützen.

Wichtiger Bestandteil des „Hike for Girl“ 2023 war eine Awareness-Kampagne für Mädchen und Jungen. Die meisten der rund 300 Teenager wussten nichts über das Thema Menstruation und hörten deshalb aufmerksam zu. Am Ende verteilten das Gejja-Team 100 Safe Girls Kits an die Mädchen. Das unerwartete Geschenk machte nicht nur die jungen Frauen zusehends glücklich, auch Catharine Nakayemba und ihre Mitstreiterinnen kehrten nach Wanderung zufrieden zurück. Catharine Nakayemba ist überzeugt: Diese Veranstaltung ein wichtiger Beitrag, um das Wohlergehen junger Mädchen zu fördern.

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Ein Haus aus Flaschen – nur für Frauen

Es wird eines der ungewöhnlichsten Häuser, die Gejja jemals in Mpigi realisiert hat: 9 x 9 Meter groß; gebaut aus rund 38.000 Plastikflaschen, konzipiert ausschließlich für Frauen. Die sogenannte „bottle hut“ soll in Zukunft bis zu 50 Frauen als Lernort dienen; hier können sie zusammenkommen, Wissen austauschen und ihre Erfahrungen in einer Atmosphäre der Unterstützung und Ermutigung besprechen.

In 103 Tagen, so die Planung, soll das ungewöhnliche Haus fertiggestellt sein. Die ersten Plastikflaschen wurden im Juni gesammelt. Anschließend werden sie mit Lehm gefüllt, komprimiert und mit einer Schnur zusammengebunden. Die Lücken werden dann wiederum mit Lehm aufgefüllt und wie ein normales Haus verputzt.

Nakota Ritah, die maßgeblich am Bau beteiligt ist, unterstreicht: „Mit diesem Haus fördern wir nicht nur die Kreativität, sondern demonstrieren auch unser Engagement für den Umweltschutz. Jede beim Bau verwendete Flasche ist ein Schritt in Richtung Nachhaltigkeit und ein starkes Symbol für unser Engagement für eine grünere Zukunft.“

Hintergrund der ungewöhnlichen Baumaßnahme: Weltweit werden jedes Jahr mehr als 500 Milliarden Plastikflaschen produziert. Viele davon werden später einfach verbrannt – ein riesiges ökologisches Übel. Hinzu kommt: Klassische Lehmziegel – wie in Uganda üblich – potenzieren das Umweltproblem enorm. Denn die Lehmziegel müssen schließlich gebrannt werden, und die dafür notwendigen Hölzer werden wahllos der Natur entnommen.

Von der Aktion und dem Enthusiasmus der beteiligten Frauen ist Nakota Ritah jetzt schon begeistert: „Ihre Energie ist absolut inspirierend, und wir alle freuen uns jetzt schon auf die Fertigstellung.“

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Menstruation? 150 Jungen und Mädchen wissen nun Bescheid

Wie werden wiederverwendbare Binden in der Unterhose befestigt? Worauf muss beim Gebrauch von Menstruationstassen geachtet werden? Welche Gefahren ergeben sich aus dem Gebrauch von unhygienischen Alternativen?

150 Schülerinnen und Schüler der Talents Senior Secondary School im District Mityana wissen darüber inzwischen bestens Bescheid. Denn sie nahmen an der aktuellen Menstrualhygiene-Kampagne des Safe Girl Teams teil. Zusammen mit dem Kooperationspartner Camusat stellte es den Mädchen und Jungen verschiedenste Produkte für die Monatshygiene vor; darunter auch das Safe Girl Kit, ein vorgefertigtes Hygieneset für Mädchen.

In einem Workshop erfuhren die Kinder außerdem, wie sie sich ihre eigenen wiederverwendbaren Binden herstellen können und was sie dafür benötigen.

Besonderen Wert legt das Safe Girl Team stets darauf, dass Jungen und Mädchen gemeinsam geschult werden. Der Hintergrund: Besonders in den ländlichen Regionen Ugandas werden menstruierende Mädchen stigmatisiert. Das Ziel von Safe Girl ist deshalb, insbesondere auch den Jungen zu vermitteln, dass Menstruation etwas ganz Natürliches ist und sich niemand dafür schämen muss. Shamira Lwanga vom Safe Girl Team: „Menstruation sollte eine Frau oder ein Mädchen niemals beschämen, isolieren oder unterdrücken.”

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Golfen und helfen

Es war eine Premiere – und es wird kein Einzelfall bleiben. Zum ersten Mal wurde am ersten Juni-Sonntag der Gejja Charity Cup ausgetragen: ein Golf-Wettkampf, dessen Erlös Mädchen und Frauen in Uganda zugutekommt. 48 Teilnehmer ließen sich in Nettetal beim Golfclub Hans Bey registrieren – und erspielten eine Spende in Höhe von 3.200 Euro.

Der Betrag kommt der Gejja Women Foundation zugute. Deren Ziel hatte Rebecca Trienekens-Domrös, die Vorsitzende des deutschen Gejja e.V., den Teilnehmern vor Beginn des Turniers erläutert: „Frauen bekommen die Chance, gut ausgebildet, wirtschaftlich unabhängig und selbstbestimmt Kontrolle über ihren Körper und ihr Leben zu bekommen, was in Uganda derzeit die Ausnahme ist.“

Sieben Gejja-Mitglieder informierten Teilnehmer und Gäste darüber hinaus über die Aktivitäten des Vereins und die Arbeit der Gejja Women Foundation in Uganda. Und dazu gab’s Kuchen und Getränke, die fürs Wohlbefinden sorgten.

Zum guten Zweck passte das ausgesprochen gute Wetter. So wurde der Tag für die Teilnehmer weit mehr als ein gutes Werk: Sie hatten, wie sie anschließend versicherten, ausgesprochen viel Freude daran, gleichzeitig golfen und helfen zu können.

Für Golf-Kenner: Gespielt wurde über 18 Loch, und die letzten Flights spielten 5:45 Stunden. Den Wanderpokal holten sich übrigens Frank Wolfarth und Astrid Kehr – mit 40 Nettopunkten.

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Lauter dicke Fische im Netz

Was für ein großartiges Ergebnis: Das Gejja Fish Farming Project in Mpigi (Uganda) übertrifft selbst optimistische Erwartungen. Denn die Fische, die im Juni aus den Fischzucht-Teichen entnommen werden, wiegen sämtlich zwischen 350 und 400 Gramm. Für den August rechnen die Betreiberinnen sogar mit einem Durchschnittsgewicht von 700 Gramm.

Drei Fischteiche werden im Rahmen dieses Projekts von jeweils drei Frauen betreut. In jedem Teich werden rund 2.500 Fische gezüchtet. Dabei handelt es sich ausschließlich um Nil-Tilapia. Eine sehr anpassungsfähige Fischart, die relativ schnell zu marktreifer Größe heranwächst.

Mit Hilfe des Fischzuchtprojekts wird somit nicht nur für den Lebensunterhalt der engagierten Frauen und deren Familien gesorgt. Es zielt auch darauf ab, die Ernährung der lokalen Bevölkerung und der benachbarten Gemeinden zu verbessern.

Gestartet wurde das Projekt im vergangenen Jahr, wobei zunächst entsprechendes Land vorbereitet werden musste. Anschließend konnten Teiche gebaut und Fische beschafft werden. Gleichzeitig ließen sich die Frauen von Yasin Kasadha schulen. Der Experte für den Bereich Fish Farming im Iganga District in Uganda überwachte anschließend auch den Zustand des Wassers und der Fische. Mit dem Ergebnis ist Kasadha sehr zufrieden. „Die Frauen haben allesamt wirklich sehr gute Arbeit geleistet.“

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Hygiene im Flüchtlingscamp

Es hat die Einwohnerzahl einer Großstadt, doch es ist ein Flüchtlingscamp in Norduganda: das Rhino-Camp, in dem mehr als 120.000 Flüchtlinge überwiegend aus dem Südsudan leben. Zusammen mit den Maltesern hat die Gejja Women Foundation dort ein einzigartiges Projekt realisiert: Männer und Frauen wurden darin unterrichtet, Menstruationsartikel herzustellen. Diese Safe-Girl-Binden sind wiederverwendbar und nachhaltig, da sie aus natürlichen Rohstoffen hergestellt werden. 

Ziel ist es, dort in Zukunft 25.000 Binden zu produzieren. Doch bis dahin ist es noch ein weiter Weg. Denn zunächst mussten die Männer und Frauen nicht nur über Menstruation im Allgemeinen informiert werden, sondern insbesondere auch die Fertigung der Binden selbst erlernen.

Im Safe-Girl-Produktionsraum in der Ocea Zone sind derzeit 22 Schneider und Schneiderinnen tätig, die nicht zuletzt dank der Unterstützung durch die GIZ für ihre Tätigkeit auch bezahlt werden. Weiteres Training ist allerdings ständig vonnöten, da der Umgang mit Handnadeln und Nähmaschinen nur wenigen vertraut war. 

Dennoch ist das erste Fazit ausgesprochen ermutigend: Denn in fünf Tagen konnten im Produktionszentrum 2.288 wiederverwendbare Safe-Girl-Damenbinden produziert werden. 

„Wir sind davon überzeugt, dass die Projektteilnehmer jetzt in der Lage sind, die Produktion zügig fortzusetzen“, sagt Safe-Girl-Mitarbeiterin Ndagire Raynard und hat gleich ein neues Ziel vor Augen: „Es ist geplant, in zwei andere Zonen des Rhino-Camps zurückzukehren, um dort weitere Packungen zu produzieren.“

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Für Frauen, die was unternehmen

„Wenn Frauen und Mädchen lernen, verdienen und sparen können, werden sie in die Lage versetzt, in ihrem Umfeld aktiv den Wandel voranzutreiben.“ Genau diese Erkenntnis setzt Ndagire Raynard als Leiterin des Gejja Acceleration Program in die Praxis um. Sechs Wochen lang wurden 17 Frauen im Alter von 20 bis 77 Jahren intensiv geschult.

Konkret ging es um Kenntnisse in den Bereichen Unternehmertum und Unternehmensentwicklung. Die sollen ihnen helfen, eigene Unternehmen problemlos zu führen. Schon während des Programms wurden mit Unterstützung der Gejja Women Foundation neue Ideen entwickelt – etwa auf dem Gebiet der Geflügelzucht und der Buchherstellung.

Mit dem Acceleration Programm, das sich in Schulungs- und Mentorenprogramme aufteilt, soll Frauen der Zugang zu finanzieller Unterstützung in Form eines kostenlosen Mikrokredits verschafft werden. Das Programm stieß bereits im ersten Anlauf auf so viel positive Resonanz, dass sich bereits wenige Wochen nach dem Start eine zweite Frauengruppe unterrichten ließ.