Wenn Faith Nakayemba, Mitgründerin der Gejja Women Foundation und der Safe-Girl-Initiative, von ihrer Einladung nach Südafrika erzählt, wird schnell deutlich: Dort ging es um weit mehr als eine Konferenz des African Menstrual Product Standard & Market Development Forums. In Johannesburg traf Faith Menschen aus vielen afrikanischen Ländern, die sich wie Gejja für die Gesundheit und Zukunft von Mädchen und Frauen engagieren – unter anderem Regierungsvertreter, Forschende, Hersteller und nichtstaatliche Organisationen. Schnell wurde deutlich: Die Herausforderungen ähneln sich oft – und genauso die Ideen, wie man sie lösen kann.
Vor Ort konnte Faith nicht nur neue Kontakte knüpfen und Erfahrungen austauschen, sondern auch die Arbeit von Gejja auf einer internationalen Bühne vorstellen. In einer Podiumsdiskussion berichtete sie aus der Praxis und schilderte, welche Herausforderungen Hersteller von wiederverwendbaren Menstruationsprodukten im Alltag bewältigen müssen. Gleichzeitig machte sie deutlich, wie wichtig verlässliche Qualitätsstandards und faire Rahmenbedingungen sind, damit solche Produkte möglichst viele Mädchen und Frauen erreichen können.
Besonders beeindruckend war für Faith der Austausch mit Menschen aus ganz Afrika. Viele Organisationen stehen vor ähnlichen Aufgaben: Sie wollen Menstruationshygiene verbessern, Aufklärung fördern und Mädchen den Schulbesuch erleichtern. Dabei wurde deutlich, dass die Erfahrungen aus Uganda auch für andere Länder wertvoll sind.
Mit vielen neuen Ideen, Kontakten und Impulsen kehrte Faith nach Mpigi zurück. Die Reise hat einmal mehr gezeigt, dass Gejja längst Teil eines wachsenden afrikanischen Netzwerks ist. Gemeinsam arbeiten engagierte Menschen daran, Mädchen und Frauen bessere Chancen, mehr Gesundheit und mehr Selbstbestimmung zu ermöglichen. Oder wie Faith es ausdrückt: „Klare und verlässliche Rahmenbedingungen schaffen Vertrauen und eröffnen neue Möglichkeiten für die Zukunft. Genau dafür setzt sich Gejja jeden Tag ein.”