Wie Joan Nalubega gegen die Malaria kämpft
Malaria. Joan Rukundo Nalubega trägt die Erfahrung ihrer Kindheit noch immer tief in sich. Seit sie sechs war, lebte sie in einem Waisenhaus. Ihre Mutter war so krank, dass sie sich nicht um sie und ihre Schwester kümmern konnte. Und dort litt das kleine, schmächtige Mädchen ständig unter den Symptomen der Malaria. Weil sie sehr oft krank war, konnte sie oft nicht zur Schule gehen. Sie wurde gemobbt und ausgegrenzt. Eine schmerzhafte Erfahrung, die ihr Leben prägte. Der Auslöser für die Suche nach einer Lösung.
Heute, mit 26, ist sie nicht nur eine Überlebende, sondern eine Pionierin im Kampf gegen diese tödliche Krankheit. Ihre Waffe? Eine einfache, aber hochwirksame moskitoabweisende Seife – entwickelt von ihr mit der Unterstützung der Makerere Universität in Kampala sowie der Universität Mannheim. „Ich wollte, dass kein Kind mehr leiden muss, wie ich gelitten habe“, sagt Joan. Und dass kein Kind mehr sterben muss wie das ihrer Freundin.
Gemeinsam mit dem Team der Gejja Women Foundation bringt sie ihre Seife nunmehr in die entlegensten Regionen Ugandas. Die Partnerschaft war ein Wendepunkt für Joan. „Gejja hat mir nicht nur eine Plattform gegeben, sondern auch eine Gemeinschaft, die meine Vision teilt“, sagt sie. Durch die Zusammenarbeit konnte sie ihre Reichweite enorm erweitern und ihre Seife dort zur Verfügung stellen, wo sie am dringendsten benötigt wird. Denn es ist Joans Seife, die den Safe-Girl-Menstruationskits beigelegt wird.
Gejja und Joan ergänzen sich perfekt. Während Gejja ein tiefes Verständnis für die Bedürfnisse der Frauen und Mädchen in Uganda hat, bringt Joan ihr innovatives Produkt und ihre Leidenschaft für den Kampf gegen Malaria ein. Dabei fördert Joan auch die wirtschaftliche Unabhängigkeit von Frauen. In ihrem kleinen Unternehmen lernen Frauen, Kräuter anzubauen und ätherische Öle zu extrahieren. Derzeit arbeiten 32 Frauen in drei Extraktionszentren.
Doch Joan ist nicht nur die Gründerin des Unternehmens Uganics Repellents Limited, sie ist auch eine starke Stimme für Frauen. „Ich möchte, dass Mädchen wissen, dass sie alles erreichen können“, sagt sie voller Überzeugung.
Joans Geschichte ist allerdings mehr als nur eine Erfolgsgeschichte – sie ist ein Zeugnis für die Kraft, die Menschen aufbringen können, wenn sie von einer Sache überzeugt sind. Gleichzeitig unterstreicht sie die Bedeutung von vertrauensvoller Zusammenarbeit. Joans Leidenschaft, ihre Entschlossenheit und ihre Fähigkeit, Menschen zu inspirieren, machen sie zu einem lebendigen Vorbild.

Die Partnerschaft mit der Gejja Women Foundation macht Joans Vision zur Realität. Gemeinsam bekämpfen sie nicht nur Malaria, sondern stärken auch Frauen. Und genau das war und ist Joans Wunsch.