GEJJA News

Ugandische Frauenpower trifft auf deutsche Landfrauen

Ugandische Frauenpower trifft auf deutsche Landfrauen

Raynard Gorret Ndagire (vorne rechts) freut sich gemeinsam mit ihren Mitstreiterinnen über das Besuchsprogramm des Deutschen Landfrauenverbandes (dlv). Im Hintergrund dlv-Mitarbeiterin Gina Krebs, dlv-Projektleiterin internationale Zusammenarbeit. Vorne links: Coach Stefanie Pollender

Im September besuchte Raynard Gorret Ndagire auf Einladung des Deutschen LandFrauenverbands (dlv) landwirtschaftliche Betriebe im Norden des Landes. Eine Reise, die die Mitgründerin der Gejja Women Foundation nachhaltig beeindruckte. „Ich habe sehr viel über landwirtschaftliche Praktiken gelernt und so viele inspirierende Frauen getroffen“, schwärmt Raynard nach ihrer Rückkehr.

Der 1948 gegründete Deutsche Landfrauenverband ist eine bundesweite Organisation, die die Interessen von rund 450.000 Frauen aus ländlichen Gebieten vertritt. Mittlerweile engagiert sich die Organisation auch in internationalen Projekten. Die Seminarreise von Frauen aus Uganda gehört dazu. Sie führte Raynard und ihre zwölf Mitstreiterinnen von Berlin aus durch verschiedene landwirtschaftliche Betriebe in Mecklenburg-Vorpommern und Niedersachsen. Dort trafen sie auf junge Landfrauen, die ihnen einen Einblick in ihre Arbeit gaben.

Ob Ziegenhaltung oder Käseherstellung, Pflanzenzucht oder Informationen über die ehrenamtliche Mitarbeit im Verband – Raynard lernte bei ihrem Besuch eine Menge über Strukturen und Arbeitsprozesse rund um einen landwirtschaftlichen Betrieb. Im Fokus stand außerdem die Entwicklung von Ideen zur Verbesserung des Einkommens.

Besonders fasziniert war sie von der langjährigen Tradition mancher Bauernhöfe. „Einige gibt es schon seit 13 Generationen. Damit die nächste Generation weiß, was getan wurde, halten die heutigen Betreiberinnen alles rund um die Hofaktivitäten fest. Viele benutzen dazu eine Software. Das ist etwas, das wir auch für Gejja im Rahmen unseres Nachhaltigkeitsplans ausprobieren werden.“

Aber nicht nur die Landwirtschaft hat Raynard begeistert. Auch die deutsche Kultur, das Essen und das Verkehrssystem in Deutschland haben sie fasziniert. Das Beste sei aber, dass zur Delegation aus Uganda auch Mitarbeiter verschiedener Organisationen gehörten, die sich um Frauenbelange kümmern. Mit diesen Organisationen will sie gemeinsam mit dem Team vor Ort in Zukunft zusammenarbeiten. Raynard ist zuversichtlich: „Diese Reise war ein Wendepunkt für mich. Ich werde das Gelernte nutzen, um noch mehr Frauen in Uganda zu unterstützen.“

Die große Freude über die Möglichkeiten, die der Besuch der Afrikanerinnen bot, teilt auch der dlv. „Der Austausch verdeutlicht eindrucksvoll, mit welcher Entschlossenheit die Frauen aus Uganda – trotz schwieriger Rahmenbedingungen – ihre finanzielle Unabhängigkeit Schritt für Schritt erarbeiten“, sagte dlv-Präsidentin Petra Bentkämper zur Bedeutung der internationalen Zusammenarbeit.

Die Studienreise der ugandischen Frauen gehört zu Projekten des Deutschen Landfrauenverbands, die in Kooperation mit dem Globalvorhaben „Stärkung bäuerlicher Organisationen für nachhaltige Agrarentwicklung“ der Deutschen Gesellschaft für Internationale Zusammenarbeit (GIZ) umgesetzt werden. Gefördert werden sie durch das Bundesministerium für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung (BMZ).

Unterstützung in den sozialen Medien

Der Erfolg von sozialen Projekten entscheidet sich immer auch in den sozialen Medien. Wichtig ist daher die schnelle Verbreitung von Themen. Kreativität und Zuverlässigkeit sind hier gefragt. Und genau dabei kannst Du uns helfen.

Follow Us:

Icon InstagramIcon facebookIcon Youtube