GEJJA News

Rechte kennen. Stimme zeigen

Mit der Community Rights Initiative stärkt die Gejja Women Foundation Menschen in Mpigi darin, ihre Rechte zu kennen, zu benennen und einzufordern. Es geht um Gleichberechtigung. Um Respekt. Und um den Mut, fest verankerte Muster zu hinterfragen.

Im Rahmen des HerStart-Programms und des Partner Innovation Fund (PIF) hat das Team zwischen Oktober und Dezember 2025 zwei große Community-Veranstaltungen umgesetzt. Zwei Tage, die gezeigt haben, was möglich ist, wenn Gemeinschaft entsteht.

Anfang Oktober kamen Frauen, Männer und Jugendliche in Bulyasi (Mpigi) zu einem ganztägigen Workshop zusammen. Ziel war es, sensible Themen offen anzusprechen – und gemeinsam Lösungen zu denken. Im Fokus standen Kinderrechte und Kinderarbeit, Diskriminierung, insbesondere von Frauen und Mädchen, sexuelle und geschlechtsspezifische Gewalt sowie ungleiche Machtverhältnisse und schädliche soziale Normen

Kurze Inputs gaben den Teilnehmern Orientierung. Gespräche öffneten Räume. In Kleingruppen teilten die Teilnehmenden persönliche Erfahrungen und machten sichtbar, wie sehr diese Themen den Alltag prägen.

Besonders wichtig: Der Workshop bot einen geschützten Rahmen. Generationenübergreifend. Respektvoll. Auf Augenhöhe.

Anfang Dezember folgte die zweite PIF-Veranstaltung mit rund 100 Teilnehmenden aus der Region Mpigi. Eröffnet wurde sie von Gejja-Gründerin Majorie Atuhurra. Ihre Botschaft war klar: Jede Stimme zählt. Jede Form des Ausdrucks ist willkommen.

In zwei generationenübergreifenden Gruppen setzten sich die Teilnehmenden kreativ mit zentralen Menschenrechtsthemen wie Kinderarbeit, Diskriminierung sowie geschlechtsspezifische und sexuelle Gewalt auseinander. Dabei vertrauten die Teilnehmer nicht nur auf die Kraft der Worte. Sie machten auch in Theaterbeiträgen und Tänzen sichtbar, was Worte allein oft nicht leisten können. Vor allem diese Beiträge waren eindrücklich, ehrlich und berührend.

Besonders emotional war der gemeinsame Auftritt von Kindern, Jugendlichen und älteren Menschen. Es zeigte: Veränderung ist kein Generationenprojekt. Sie geht nur zusammen. „Wir bei Gejja sind überzeugt: Veränderung beginnt dort, wo Menschen ihre Rechte kennen, ihre Stimme nutzen und sich gegenseitig stärken”, sagt Majorie und bringt die Erfahrungen der beiden Tage auf den Punkt: „Sie haben Mut gemacht. Gespräche angestoßen. Und Gemeinschaft wachsen lassen. Das ist Gejja.“

Schon gewusst?

HerStart ist ein Programm von Youth Challenge International (YCI). Es unterstützt junge Frauen und Partnerorganisationen wie Gejja dabei, soziale Unternehmen aufzubauen, Strukturen nachhaltig zu stärken und die Community-Entwicklung langfristig zu verankern.

Der Partner Innovation Fund ermöglicht zusätzliche finanzielle Mittel, Trainings und fachliche Begleitung. So entstehen Projekte, die nah an den Menschen sind – und echte Wirkung entfalten.