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Menstrual Hygiene Day 2025: Wie Gejja Wissen, Würde und Wandel schafft

Für viele Mädchen in Uganda war die Menstruation lange Zeit ein Tabuthema – verbunden mit Unsicherheit, Scham und fehlendem Zugang zu Hygieneprodukten. Doch das ändert sich. Immer mehr junge Frauen erleben ihre Periode heute nicht mehr als Bürde, sondern als natürlichen Teil ihres Lebens – selbstbewusst, mutig, aufgeklärt und eingebunden in eine Gemeinschaft, die sie stärkt. Dafür sorgt auch die Gejja Women Foundation. Jeden Tag. Und ganz besonders am 28. Mai, dem weltweiten Menstrual Hygiene Day (MHD).

In diesem Jahr hat das Gejja-Team gemeinsam mit Partnern einen Tag voller Wissen, Gespräche und Aufklärung organisiert. Über 100 Menschen folgten dem Ruf und feierten diesen besonderen Tag: Schüler, Jugendgruppen, Anwohner, internationale Helfer – sie alle waren da. Sogar Polit-Prominenz gab Gejja Rückendeckung: Nakawunde Sarah Temulanda, Kandidatin für das Frauengebiet Mpigi, machte deutlich, wie wichtig menstruelle Gerechtigkeit auch auf politischer Ebene ist.

Gejja zeigt, wie es geht

Das Projekt Safe Girl präsentierte an diesem Tag seine bisherigen Erfolge und zeigte, wie man sich gemeinsam für eine periodenfreundliche Welt einsetzen kann. Und Gejja bewies: Menstruationsprodukte schaffen Jobs. Frauen wollen lernen, wie sie Binden nähen können – das zeigte sich auch am MHD. Für Gejja war das der erste Schritt zu zukünftigen Workshops und einer besseren Zukunft.

Auch andere Organisationen teilten in Mpigi wichtiges Wissen zur sexuellen und reproduktiven Gesundheit: Reproductive Health Uganda informierte über Verhütung und Fruchtbarkeit. Die Totya Foundation sprach über sexuelle Gewalt. Die SRHR Alliance klärte über den Zyklus auf. Vital Care stellte gute Praktiken rund um Schwangerschaft und Geburt vor. Die Straight Talk Foundation thematisierte sexuell übertragbare Krankheiten. Auch die Bank Stanbic war als Partner dabei.

Quiz-Fieber packt Schüler

Für große Begeisterung bei Schülerinnen und Schülern sorgte ein Quiz über Menstruationswissen – moderiert von Nakawuki Stella Lukwago, Projektleiterin Uganda des HerStart-Projekts. Die besten Teams wurden mit Safe-Girl-T-Shirts, Mützen, Binden-Sets und Schals belohnt. Danach wurde es kreativ: Mädchen und Jungen fädelten Armbänder mit roten und transparenten Kugeln, die Kraft, Würde und den natürlichen Zyklus symbolisieren. Dass auch Jungen und lokale Führungskräfte aktiv am Programm teilnahmen, zeigte: Menstruation ist nicht mehr länger ein reines Frauenthema – es betrifft die gesamte Gemeinschaft.

Gejja verändert Leben

Nach dem Essen gab’s für viele Mädchen ein Safe-Girl-Kit: Stoffbinden, Unterwäsche, Infos. Mehr als nur Hygieneartikel – es sind Werkzeuge für Würde und Selbstständigkeit.

Für Gejja-Mitgründerin Catharine Nakayemba war dieser 28. Mai 2025 ein besonderer Tag, der ihr nachhaltig in Erinnerung bleiben wird: „Für viele Mädchen war es das erste Mal, dass sie in einem unterstützenden Umfeld über Menstruation sprechen konnten. Mütter und Töchter kamen gemeinsam – und schlossen Generationenlücken, indem sie Gespräche begannen, die nun zu Hause weitergeführt werden können.“

Und damit hatte die Gejja Women Foundation ein weiteres wichtiges Ziel erreicht: Mit ihrem Menstrual Hygiene Day 2025 hatte sie einen Raum geschaffen, in dem Menstruation nicht länger verschwiegen, sondern gemeinsam gefeiert wurde.