GEJJA News

Wissen ernten – Die Model Farm bei der Agricultural Expo in Kampala

Am 14. Februar 2025 war es soweit: Unser Model-Farm-Team besuchte die große Agricultural Expo im Namboole Stadium in Kampala – ein Tag voller neuer Entdeckungen, wertvoller Erkenntnisse und spannender Kontakte. Mit dabei waren unsere Teamleiterin Atuhura Angella Marjorie sowie zwei engagierte Volunteers aus Deutschland.

Die Messe bot ein breites Spektrum an Aussteller*innen, die ihre Innovationen in den Bereichen Landschaftsgestaltung, Honig- und Geflügelzucht sowie Fischzucht präsentierten. Besonders spannend für unser Team waren neue Möglichkeiten im Pflanzenbau. So konnten wir hochwertige Saaten von „Dutch Seeds“ erwerben und unser Sortiment für die nächste Anbausaison erweitern.

Neben frischen Früchten und Kräutern für unseren Kräutergarten kauften wir neue Obstbäume – darunter auch vielversprechende Avocadosetzlinge von „Avocado Nurseries“. Die Vorfreude auf die nächste Ernte ist groß!

Auch das Lernen kam nicht zu kurz: Unsere Teammitglieder nahmen an Schulungen zum Anbau von Matooke (Kochbananen) und Kaffee teil. Zudem ließen wir Bodenproben von unserer Farm im Labor von „Holland Green Tech“ analysieren, um unsere Anbaumethoden weiter zu verbessern. Die Ergebnisse erwarten wir mit Spannung.

Ein besonderes Highlight war die Möglichkeit, kostenlose HIV-Tests durchzuführen. Alle Tests fielen negativ aus – eine wertvolle Erinnerung daran, dass Gesundheit genauso wichtig ist wie nachhaltige Landwirtschaft.

Der Besuch der Agricultural Expo hat uns inspiriert und motiviert. Mit frischem Wissen und neuen Techniken blicken wir voller Tatendrang in die Zukunft. Die Gejja Model Farm wird in diesem Jahr weiter wachsen – und mit dem Beginn der Regenzeit im März starten wir in eine neue Anbausaison. 

Wir freuen uns darauf, unsere Fortschritte mit euch zu teilen!

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Ein Haus aus Flaschen – nur für Frauen

Es wird eines der ungewöhnlichsten Häuser, die Gejja jemals in Mpigi realisiert hat: 9 x 9 Meter groß; gebaut aus rund 38.000 Plastikflaschen, konzipiert ausschließlich für Frauen. Die sogenannte „bottle hut“ soll in Zukunft bis zu 50 Frauen als Lernort dienen; hier können sie zusammenkommen, Wissen austauschen und ihre Erfahrungen in einer Atmosphäre der Unterstützung und Ermutigung besprechen.

In 103 Tagen, so die Planung, soll das ungewöhnliche Haus fertiggestellt sein. Die ersten Plastikflaschen wurden im Juni gesammelt. Anschließend werden sie mit Lehm gefüllt, komprimiert und mit einer Schnur zusammengebunden. Die Lücken werden dann wiederum mit Lehm aufgefüllt und wie ein normales Haus verputzt.

Nakota Ritah, die maßgeblich am Bau beteiligt ist, unterstreicht: „Mit diesem Haus fördern wir nicht nur die Kreativität, sondern demonstrieren auch unser Engagement für den Umweltschutz. Jede beim Bau verwendete Flasche ist ein Schritt in Richtung Nachhaltigkeit und ein starkes Symbol für unser Engagement für eine grünere Zukunft.“

Hintergrund der ungewöhnlichen Baumaßnahme: Weltweit werden jedes Jahr mehr als 500 Milliarden Plastikflaschen produziert. Viele davon werden später einfach verbrannt – ein riesiges ökologisches Übel. Hinzu kommt: Klassische Lehmziegel – wie in Uganda üblich – potenzieren das Umweltproblem enorm. Denn die Lehmziegel müssen schließlich gebrannt werden, und die dafür notwendigen Hölzer werden wahllos der Natur entnommen.

Von der Aktion und dem Enthusiasmus der beteiligten Frauen ist Nakota Ritah jetzt schon begeistert: „Ihre Energie ist absolut inspirierend, und wir alle freuen uns jetzt schon auf die Fertigstellung.“